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Frohe und gesegnete Ostern!

Liebe Prädikantinnen, liebe Prädikanten,

jenseits der Tragödie – das könnte die Überschrift zu dem Bild sein, das Sie hier sehen.

Für jene, die Jesus nachfolgten, war die Kreuzigung zunächst eine Tragödie.

Tragödien machen ohnmächtig. Oft kann man sie bloß noch als stummer Beobachter wahrnehmen. Der Evangelist Lukas weiß das: „Es standen aber alle seine Bekannten von ferne, auch die Frauen, die ihm aus Galiläa nachgefolgt waren, und sahen das alles.“ Ist man in eine Tragödie verwickelt, scheint kein Licht. Da ist alles nur schwarz – so wie auf dem unteren Rand des Bildes.

Blickt man in die Welt, so wollen für viele die Tragödien kein Ende nehmen. In Syrien wird immer noch gekämpft. Unsere christlichen Glaubensgeschwister im Iran, Pakistan, Ägypten oder anderswo haben unter Anfeindungen und Verfolgungen zu leiden. Und auch bei uns in Deutschland sind viele Menschen in Tragödien verstrickt: Beziehungen scheitern, ein Unglück oder eine eine unheilbare Krankheit reißen einem geliebte Menschen von der Seite.

Das Bild jedoch erinnert daran, dass es für jedes noch so schwere Kreuz einen neuen Horizont voller Licht gibt. Für uns Christenmenschen hat Jesus Christus mit seiner Auferstehung diesen neuen Horizont eröffnet. Bei der Tragödie wird es nicht bleiben. Mit der Auferstehung Jesu ist diese Botschaft für immer in der Welt!

Frohe und gesegnete Ostern

Dr. Dieter Splinter

 

Foto: pixelio-rilke.de