Praedicare.de

Predigt zum Prädikantentag 2. November 2019

1. Mose 8, 18-22, 9, 12-17 (Text für den Zwanzigsten Sonntag nach Trinitatis (3. November 2019) Prädikantentag 2. November 2019

Pfarrer Dr. Dieter Splinter, Landeskirchlicher Beauftragter für den Prädikantendienst

8,18 So ging Noah heraus mit seinen Söhnen und mit seiner Frau und den Frauen seiner Söhne, 19 dazu alles wilde Getier, alles Vieh, alle Vögel und alles Gewürm, das auf Erden kriecht; das ging aus der Arche, ein jedes mit seinesgleichen. 20 Noah aber baute dem HERRN einen Altar und nahm von allem reinen Vieh und von allen reinen Vögeln und opferte Brandopfer auf dem Altar.

21 Und der HERR roch den lieblichen Geruch und sprach in seinem Herzen: Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen; denn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf. Und ich will hinfort nicht mehr schlagen alles, was da lebt, wie ich getan habe. 22 Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.

9,12 Und Gott sprach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich geschlossen habe zwischen mir und euch und allem lebendigen Getier bei euch auf ewig: 13 Meinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde. 14 Und wenn es kommt, dass ich Wetterwolken über die Erde führe, so soll man meinen Bogen sehen in den Wolken. 15 Alsdann will ich gedenken an meinen Bund zwischen mir und euch und allem lebendigen Getier unter allem Fleisch, dass hinfort keine Sintflut mehr komme, die alles Fleisch verderbe. 16 Darum soll mein Bogen in den Wolken sein, dass ich ihn ansehe und gedenke an den ewigen Bund zwischen Gott und allem lebendigen Getier unter allem Fleisch, das auf Erden ist.

17 Und Gott sagte zu Noah: Das sei das Zeichen des Bundes, den ich aufgerichtet habe zwischen mir und allem Fleisch auf Erden.

Kanzelgebet

I.

Liebe Gemeinde!

Gott redet. Er spricht. Zunächst spricht er mit sich selbst. In diesem Selbstgespräch kommt er zu einem Entschluss. Danach redet er mit uns und aller Welt. Dazu setzt er ein Zeichen. Und schließlich wendet er sich an Noah und spricht nur mit ihm. Mit drei Gottesreden haben wir uns also zu beschäftigen. Diese drei Reden haben eine Vorgeschichte. Die geht so:

II.

Noch einmal davongekommen. Aus Gefahr gerettet. Gott sei Dank! Vorbei ist das Rauschen der Regengüsse, das Steigen der Wassermassen, das Wüten der Wellen, das Treiben der Arche auf der Wasserwüste. Vorbei ist die Enge der Arche, vorbei sind die bangen Fragen: Was wird aus uns? Wie lange noch? Hält die Arche stand? Dann – endlich – ist alles vorüber. Erleichterte Blicke werden getauscht, dankbares Durchatmen. „Noah ging heraus aus der Arche mit seinen Söhnen und mit seiner Frau und den Frauen seiner Söhne, dazu alles wilde Getier, alles Vieh, alle Vögel und alles Gewürm, das auf Erden kriecht; das ging aus der Arche, ein jedes mit seinesgleichen.“

Geschichten wie diese, Geschichten von der großen Flut, werden rund um den Erdball erzählt. Etwa dreihundert Schilderungen dieser Art hat man gefunden. In den Früh- und Hochkulturen haben sie ihren Ort. Zumeist sind sie unabhängig voneinander entstanden. Auffällig ist jedoch wie sehr sie übereinstimmen. Immer geht es dabei um die Bedrohung durch Wassermassen, durch Wind und Wetter. Wir können diese Geschichten nachempfinden. Sie können noch heute zu einer grausige Realität werden: Erdbeben, Tsunamis, Überschwemmungen, Wirbelstürme. Naturkatastrophen, die Abertausenden das Leben kosten können. Menschen und Tieren.
Neben diesen Naturkatastrophen gibt es jene Katastrophen, die von Menschen gemacht werden. Wir kennen sie vielleicht aus eigenem Erleben. Sicher kennen wir sie aus Nachrichten, Büchern und Erzählungen. Meine Vorfahren etwa stammen aus Stettin. 1946 wurden sie von dort, von Haus und Hof, vertrieben. In meiner Kindheit und Jugend war das in Erzählungen immer wieder gegenwärtig: „Wir haben alles verloren. Aber wir sind noch einmal davongekommen. Das Leben kann von vorn beginnen. Gott sei Dank!“ Hierzulande leben viele Nachkommen jener, die damals noch einmal davon gekommen sind. Und es leben inzwischen jene in unserem Land, die erfahren haben, was mir und anderen von Vorfahren erzählt wurde. Sie sind aus Kriegsgebieten geflohen, von Not und Gewalt vertrieben: aus Eriträa, aus Syrien, aus dem Irak, aus Afghanistan. Und wir selber? Auch da immer wieder die Erfahrung: noch einmal davongekommen. Nach überstandener schwerer Krankheit, nach der so oder so gearteten persönlichen Katastrophe.
Aus Gefahr gerettet. Die Katastrophe ist vorbei. Dankbares Durchatmen. Dankbarkeit braucht einen Adressaten: „Noah aber baute dem Herrn einen Altar und nahm von allem reinen Vieh und von allen reinen Vögeln und opferte Brandopfer auf dem Altar.“

II.

Das ist die Vorgeschichte. Nun beginnen die Gottesreden. In der ersten spricht Gott mit sich selbst. Vor dem Reden steht das Riechen: „Und der Herr roch den lieblichen Geruch…“. Mich bringt das zum Schmunzeln. Es erinnert mich daran wie sich meine Nasenflügel weiten, wenn der Geruch nach gutem Essen aus der Küche kommt. (Da bin ich dann immer gleich viel besser gelaunt.) Gott jedenfalls gefällt der Geruch, der ihm da in die Nase steigt. Und vor allem: die Dankbarkeit Noahs veranlasst Gott zu einem Entschluss: „Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen; denn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf. Und ich will hinfort nicht mehr schlagen alles, was da lebt, wie ich getan habe.“ Gott ist lernfähig.
Die Bibel spricht hier sehr menschlich von Gott. Sie tut dies an vielen Stellen. Zudem bekennen wir als Christenmenschen: in Jesus Christus wurde Gott Mensch. In Jesus Christus ist Gott nichts Menschliches fremd. In der Weihnachtsgeschichte heißt es dazu lapidar: „Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe…“. Am Ende seines irdischen Lebens stirbt er am Kreuz. In Krippe und Kreuz – und in all dem dazwischen – kommt uns der allmächtige Gott in Jesus Christus ganz nah. Ihm ist nun wirklich nichts Menschliches mehr fremd.
Gott kennt uns darum nur zu gut. So stellt er fest: „… das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf.“ Da regt sich Widerstand. Das kann doch für kleine Kinder gar nicht zutreffen! Wenn sie geboren werden, können sie doch noch gar nichts Schlimmes getan haben! Sogar im Kirchenjahr gibt es schließlich am 28. Dezember den „Tag der unschuldigen Kindlein“. All das stimmt – und doch: jedes neugeborene Kind findet immer schon etwas vor, in das es hineinwächst. Was es da vorfindet ist dies: es gibt viel, es gibt sehr viel guten Willen auf Erden. Wir Menschen „wollen das Gute und sogar das Beste aus uns und unserer Erde herausholen.“ Das ist unser „Dichten und Trachten“. Danach streben wir. „Doch gerade so beschwören wir das Schlimmste über uns und unsere Erde herauf. Wir wollen des Guten zuviel. Das macht uns böse.“ (E. Jüngel: Unterbrechungen, Predigten IV, S. 13)
In seinem Selbstgespräch stellt das Gott nüchtern fest. So ist der Mensch. Darum fasst Gott einen Entschluss. Dem Zerstörungsdrang von uns Menschen setzt Gott etwas entgegen. Sein Strafgericht in einer Naturkatastrophe wird es nicht mehr geben: „Ich will hinfort nicht mehr schlagen alles, was da lebt, wie ich getan habe.“ Dass wir Menschen in bester Absicht immer wieder Böses zu bewirken, dem setzt Gott sein Erhaltungshandeln entgegen: „Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“

III.

In seiner zweiten Rede macht Gott diesen Entschluss uns und aller Welt bekannt. Er schließt einen Bund – wie es heißt: „zwischen mir und euch und allem lebendigen Getier bei euch auf ewig“. Da Mensch und Tier sich auch von Pflanzen ernähren, werden diese stillschweigend mit einbezogen. Gott schließt diesen Bund ganz einseitig. Er sagt gleichsam: „Das mache ich jetzt und von nun an so!“ Gegen die Zerstörungskraft von uns Menschen setzt Gott seine Entschlusskraft die Erde zu erhalten. An der Zerstörung der Schöpfung beteiligt er sich nicht. Sich selbst und uns erinnert er mit dem Regenbogen daran: „Meinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde.“
Wer hätte noch keinen Regenbogen gesehen? Farbenspektakel am Himmel nach einem Regenguss. Natürlich können wir das längst physikalisch erklären. Sonnenlicht bricht sich in Regentropfen. Je nach dem Einfallen des Sonnenlichts entstehen die Farben des Regenbogens. Und doch – welch Zeichen! Noch hängen Wolken am Himmel. Doch das Unwetter ist vorbei. Die Sonne lugt hervor. Ihre Strahlen werden heller. Das Schlimmste ist überstanden. Hoffnung keimt auf. Himmel und Erde werden durch den Regenbogen verbunden. Gott meint es gut mit uns. Das Leben ist bunt und schön und fröhlich. Der Anfang der Schöpfung leuchtet auf: „Und siehe, es war sehr gut!“
Lieder und Poesie sind nötig, um das in Worte zu fassen: „Morgenlicht leuchtet, rein wie am Anfang. Frühlied der Amsel, Schöpferlob klingt. Dank für die Lieder, Dank für den Morgen, Dank für das Wort dem beides entspringt. … Dank überschwänglich, Dank Gott am Morgen! Wiedererschaffen grüßt uns sein Licht.“

IV.

Das führt hinüber zur dritten und letzten Rede Gottes. Sie richtet sich an Noah. Sie ist kurz und knapp. Und doch hat sie es in sich: „Und Gott sagte zu Noah: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich aufgerichtet habe zwischen mir und allem Fleisch auf Erden.“ Warum muss Noah von Gott nochmals extra auf den Regenbogen als Zeichen des Bundes erinnert werden, den Gott zwischen sich „und allem Fleisch auf Erden“ aufgerichtet hat?
Noah steht für die, die noch einmal davongekommen sind. Er ist gerettet worden. Er hat die Katastrophe überstanden. Der Schreck sitzt ihm noch in den Gliedern. Noah wird in der Sintflutgeschichte als „frommer Mann“ geschildert, als einer, „der mit Gott wandelte“ und darum Gnade findet vor Gott. Er und die Seinen werden darum gerettet. Warum die Rettung, wenn es hinterher mit dem Bösen weitergeht? Das, so denke ich mir, ist Noahs heimliche Frage. Vermutlich ist das auch unsere heimliche Frage. Was wir singen, soll doch nicht vergeblich sein: „Wohl denen, die da wandeln vor Gott in Heiligkeit, nach seinem Worte handeln und leben allezeit…“.
Doch Gott lässt seine Sonne aufgehen über Gerechte und Ungerechte. Ob es uns nun gefällt oder nicht – Gottes Bund „mit allem Fleisch“ gilt wirklich allen, egal ob sie nun Raubtiere auf vier oder auf zwei Beinen sind. Und das ist gut so. Auch unser Sinnen und Trachten ist nicht immer edel, hilfreich und gut. So enthält die letzte kurze Rede Gottes für Noah eine Ermahnung: Sei nicht selbstgerecht!
Vor allem enthält diese letzte Gottesrede eine Ermutigung. Noah und die Seinen werden gerettet. Sie überstehen die Katastrophe. Sie kommen noch einmal davon. Noah weiß, wem er das verdankt und baut darum Gott einen Altar. Das Leben geht weiter. Gott sei Dank. Die Dankbarkeit Noahs wirkt. Sie bringt Gott zu einem Entschluss. Er wird fortan die Erde erhalten.
Längst hat sich herumgesprochen, dass wir Menschen Gott das Erhalten der Erde schwer machen. Artensterben, Müll in den Meeren, die nächste Sintflut bereiten wir auch schon vor. Schmilzt durch die Erderwärmung das arktische Eis weiter, wird der Meeresspiegel erheblich ansteigen. Nach mir die Sintflut kann für unsere Enkel schon Wirklichkeit werden. Die gehen darum auf die Straße. Zugleich gibt es viel Ohnmacht. Was kann man, was soll man tun? Appelle gibt es viele. Gute Ratschläge auch. Und immer wieder neue Schreckensmeldungen.
Noah hat den Schreck noch in sich. Doch er lässt sich vom Schreck nicht mehr schrecken. Noah baut Gott einen Altar. Noah und alle, die an seiner Seite stehen, wissen: auf die Dankbarkeit kommt es an. Mit seiner letzten Rede ermutigt Gott dazu, daran festzuhalten. Wer dankbar ist weiß, wann er genug hat. Des Guten zuviel braucht er nicht. Und er weiß: jedes Mal, wenn ein Regenbogen am Himmel erscheint, ist das ein Zeichen. Seine fröhlichen Farben erinnern daran, dass für diese Erde immer noch Hoffnung besteht.
Grund genug in das Lob Gottes einzustimmen. Es ist Anfang aller Veränderung. Es vertreibt die Mutlosigkeit. Es setzt ein „Aber“ in die Welt: „Noah aber baute dem Herrn einen Altar…“. Amen.

Bildimpressionen vom diesjährigen Prädikantentag am 2. November in Karlsruhe

Hier einige Impressionen vom diesjährigen Prädikantentag am 2. November in Karlsruhe.

Pfarrer Dr. Dieter Splinter begrüßt die neue Mitarbeiterin im Prädikantendienst Liane Markus

Pfarrer Dr. Dieter Splinter begrüßt die neue Mitarbeiterin im Prädikantendienst Liane Markus

Prof. Dr. Kegler bei seinem Vortrag „Predigt alttestamentlicher Texte“

Prof. Dr. Kegler und Pfarrer Dr. Splinter diskutieren den Vortrag

Diskussion des Vortrages durch Prädikantinnen und Prädikanten

Diskussion des Vortrages durch Prädikantinnen und Prädikanten

Verabschiedung von Prof. Dr. Kegler durch Pfarrer Dr. Splinter

Prof. Dr. Kegler war von 2010 bis 2019 in der Ausbildung und ich der Fortbildung von Prädikantinnen und Prädikanten tätig und insbesondere für die Fächer Altes und Neues Testament zuständig. Der Prädikantendienst ist Prof. Dr. Kegler für seine langjährige segensreiche Tätigkeit überaus dankbar.

previous arrow
next arrow
Slider

Fotos: Stefan Heidland

Prädikantentag 2019

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Prädikantinnen und Prädikanten!
Wie kann man als Christenmensch Texte aus dem Alten Testament predigen? Diese Frage hat sich immer schon gestellt. Sie stellt sich für Prädikantinnen und Prädikanten sowie für Pfarrerinnen und Pfarrer mit der Einführung der neuen Perikopenordnung zum 1. Advent 2018 noch drängender, schließlich wurde die Zahl der alttestamentlichen Texte darin deutlich erhöht.
Prof. Dr. Jürgen Kegler ist ein ausgewiesener Kenner des Alten Testaments, zugleich war er in unserer Kirche als Pfarrer bzw. Dekan tätig und im EOK für die Ausbildung des theologischen Nachwuchses zuständig.
Vielen Prädikantinnen und Prädikanten ist er bekannt, weil er seit zehn Jahren im Bereich des AT und NT in ihrer Aus- und Fortbildung mitwirkt. So bringt er sowohl wissenschaftliche Expertise wie eine große praktische Erfahrung mit.
Anhand von drei Texten aus der neuen Perikopenordnung wird Prof. Kegler der Frage nach der Predigt alttestamentlicher Texte nachgehen und dabei Grundlinien für die Predigt des AT aufzeigen, die Prädikantinnen und Prädikanten sicherlich wertvolle Anregungen und Hinweise für eigene Predigten werden.
Ich freue mich auf Ihr Kommen und grüße Sie herzlich
Ihr Dieter Splinter

Zu den Veranstaltungshinweisen und dem Online-Buchungsformular geht es hier.

Diese Einladung zum Ausdrucken Einladung Prädikantentag 2019 – Predigt des Alten Testamentes.

Programm

10:30 Uhr Ankommen bei Kaffee und Brezel
Paul-Gerhardt-Gemeinde, Karlsruhe

11:00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl
(Pfarrer Dr. Dieter Splinter)

12:30 Uhr Mittagessen
Catering: Ursula Hollenbach, Prädikantin

13:45 Uhr Die Predigt alttestamentlicher Texte
(Prof. Dr. Jürgen Kegler)

14:30 Uhr Interview und Diskussion
(Prof. Dr. Jürgen Kegler, Pfarrer Dr. Dieter Splinter
und Plenum)

15:15 Uhr Verabschiedung von Prof. Jürgen Kegler nach zehnjähriger Mitarbeit in der Aus- und Fortbildung von Prädikantinnen und Prädikanten

Neues aus dem Prädikantendienst

16:00 Uhr Reisesegen und Ausklang mit Kaffeetrinken
Musikalischer Rahmen: Lothar Friedrich, Prädikant/Kirchenmusiker

Zu den Veranstaltungshinweisen und dem Online-Buchungsformular geht es hier.

Neue Perikopenordnung – Gebete und Gestaltungsvorschläge

Liebe Prädikantinnen und Prädikanten,

wie Sie alle wissen, gilt seit 1. Advent 2018 die neue Perikopenordnung.

Gebete und Gestaltungsvorschläge für die jeweiligen Sonntage finden Sie unter www.gug.theolmat. Die liturgischen Texte für die jeweiligen Sonntage tragen das Kürzel nPo.

Der Beauftragte für Prädikantenarbeit, Pfarrer Dr. Hans-Christoph Meier, hat sich die Mühe gemacht, diese Texte in einer Datei zusammenzuführen. So sind sie schnell und leicht zugänglich. Wir danken Dr. Meier und stellen Ihnen die Datei mit seiner freundlichen Zustimmung gerne zur Verfügung.

Neue Perikopenordnung – Gebete und Gestaltungsvorschläge

Freundliche Grüße

Dr. Dieter Splinter
Pfarrer, Landeskirchlicher Beauftragter für den Prädikantendienst

an der Evangelischen Hochschule Freiburg

Prädikantenbibliothek

Der Prädikantendienst an der Evangelischen Hochschule Freiburg verfügt seit dem 1. Oktober 2018 über eine Prädikantenbibliothek. In dieser Bibliothek finden Sie Bücher zu Themen, die für den Dienst als Prädikantin oder Prädikant hilfreich sind. Neben Grundlagenliteratur zum Alten und Neuen Testament sowie zu Dogmatik und Ethik sind dies insbesondere Werke zur Predigt, zur Predigtvorbereitung und zur Liturgie.

Die Prädikantenbibliothek setzt sich aus Beständen der einstigen Bibliothek im Fortbildungszentrum Freiburg sowie größeren Zukäufen in den letzten Jahren zusammen. Die Bibliothek dient den Dozierenden in der Prädikantenausbildung sowie dem Landeskirchenlichen Beauftragten für den Prädikantendienst zur Vorbereitung der Ausbildungskurse. Zugleich steht sie allen Prädikantinnen und Prädikanten aus Freiburg und Umgebung als Präsenzbibliothek zur Verfügung.

Die Bibliothek ist nach Fach- und Themengebieten geordnet.
Der Bibliothekskatalog ist hier einsehbar.

Der Buchbestand der Prädikantenbibliothek ist dienstags bis freitags von 9.00 bis 12.00 Uhr einsehbar. Sie finden uns in Freiburg in der Buggingerstraße 38 (Evangelische Hochschule). Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir aus arbeitsökonomischen Gründen die Bücher nicht per Post verschicken können und sie nur vor Ort einsehbar sind. Sollten Sie ein Buch länger ausleihen wollen, steht Ihnen dafür die Landeskirchliche Bibliothek zur Verfügung.

Dr. Dieter Splinter, Pfarrer
Prädikantenbeauftragter der Evangelischen Landeskirche in Baden
an der Evangelischen Hochschule in Freiburg

Prädikantentag 2018

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Prädikantinnen und Prädikanten!

Im Juli 2018 ist eine Entscheidung gefallen, die weltweit aufhorchen lässt! Die nächste Vollversammlung (VV) des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) wird erstmals seit 70 Jahren in Deutschland ausgerichtet. 1948 erfolgte die Gründung des ÖRK in Amsterdam, Europa kam vor 50 Jahren nochmals in Uppsala zum Zuge. Weltweit und innerhalb der EKD fiel die Entscheidung jetzt zwischen Kapstadt in Südafrika und Karlsruhe zugunsten unserer Landeskirche. Überzeugt hat die Bewerbung wohl auch deshalb, weil Frankreich (Straßburg) einbezogen ist.

Ökumene ist bekanntlich mehr als die Zusammenarbeit zwischen evangelischen und katholischen Christen.
Was heißt das für uns? Es ist gut und hilfreich, über Grundwissen in der Ökumene zu verfügen. Denn wir predigen in einer Zeit, in der Fragen zu Gottesdiensten wie zu Taufen, Trauungen und Trauergottesdiensten aufgeworfen werden, die unser Leben und unseren Dienst betreffen. „Warum nicht gemeinsam zum Abendmahl?“ „Welchen Beitrag leisten Freikirchen in der Ökumene?“ Was bringen „Kirchen anderer Herkunft und Sprache“ in Zeiten der Migration bei uns ein? „Wie können wir mit Christen aus der weltweiten Ökumene Gottesdienste auch bei uns feiern?“
Nicht nur, aber auch in Workshops wollen wir uns austauschen.

Seien Sie herzlich zum Prädikatentag 2018 zum Thema eingeladen:
Was eint? Was trennt? Was geht? Auf dem Weg nach Karlsruhe in der Ökumene!

Ihr Dieter Splinter

P.S.: Sie sind selbstverständlich Gast des Prädikantendienstes. Wegen der Fahrtkosten wenden Sie sich bitte an Ihren Kirchenbezirk.

Programm

10:30 Uhr Ankommen bei Kaffee und Brezel
Paul-Gerhardt-Gemeinde, Karlsruhe

11:00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl
Oberkirchenrätin Dr. Cornelia Weber

12:30 Uhr Mittagessen
Catering: Ursula Hollenbach, Prädikantin

13:30 Uhr Film und Einführung zum Thema: Ökumene – Was eint?
Was trennt? Was geht? (Pfarrer Dr. Matthias Meyer)

14:15 Uhr Workshops (in Form eines „Welt-Cafés“)
I. Warum nicht gemeinsam zum Abendmahl?
(Pfarrer Dr. Matthias Meyer)
II. Freikirchen und Ökumene
(Dr. Walter Fleischmann-Bisten)
III. Evangelische Gemeinden anderer Herkunft und Sprache
(Pfarrer Tim van de Griend)
IV. Feiern mit den Kirchen der Welt. Impulse aus der weltweiten
Ökumene für die Gottesdienstgestaltung
(Pfarrerin Gesine von Kloeden)

15:45 Uhr Neues aus dem Prädikantendienst

16:00 Uhr Reisesegen und Ausklang mit Kaffeetrinken
Musikalischer Rahmen: Lothar Friedrich, Prädikant/Kirchenmusiker

Die Einladung finden Sie hier als PDF-Download: Einladung Prädikantentag 2018 – Oekumene

Anmeldung

Zur Onlineanmeldung geht es hier.