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Mentorinnen und Mentoren

Aufgaben der Mentorinnen und Mentoren von Prädikanten in Ausbildung

Sie begleiten eine Teilnehmerin/einen Teilnehmer in den Basismodulen 1-8  in den ersten strukturierten liturgischen und homiletischen Schritten.

Der Landeskirchliche Ausschuss für den Prädikantendienst hat sich folgendermaßen zur Mitwirkung der Mentorin/des Mentors geäußert:

Während eines Prädikantengrundkurses ist die Prädikantin/der Prädikant in spe einer Mentorin/einem Mentor zugeordnet.  Die Zuweisung der Mentorin bzw. des Mentors geschieht durch   den bzw. die Bezirksbeauftragte(n). Der Mentor/die Mentorin soll in der Regel Gemeinde-Pfarrerin/Pfarrer sein (Ausnahmen bedürfen der Zustimmung des/der Landeskirchlichen Beauftragten). Analog zum Vikariat wird das Recht zur Wortverkündigung und  Sakramentsverwaltung von den Ordinationsrechten der MentorInnen abgleitet.

Eine Mentorin/ein Mentor soll erfahren sein im Umgang mit den Liturgien unserer Landeskirche und diese angemessen vermitteln können.

Sie/er soll in der Lage sein, aufbauende und ehrliche Rückmeldungen geben zu können.

Generell wird gelten, dass im Hinblick auf die Ausbildung zum Prädikantendienst nicht das (womöglich aufwendige) Experiment zählt, sondern die solide vermittelten liturgischen und homiletischen Grundkenntnisse sowie der nachvollziehbare Umgang mit diesem Wissen in der gottesdienstlichen Praxis. Bei ernsthaften Zweifeln, ob das Curriculum für die Betreffende/den Betreffenden zu bewältigen ist, soll die Mentorin/der Mentor frühzeitig Kontakt mit dem Landeskirchlichen Beauftragten aufnehmen.

Das Liturgie-Curriculum des Grundkurses entwickelt sich über

  • Hospitation,
  • teilweise selbständige liturgische Mitwirkung unter Anleitung bis hin zu
  • selbständigen vollständigen Liturgien (jeweils mit Vor- und Nachbesprechungen).

Das Homiletik-Curriculum entwickelt sich über das

  • Vorlesen einer gedruckten Predigt (insbesondere Württemberger Lesepredigten) bis hin
  • zur Bearbeitung einer Lese-Predigt (jeweils mit Vor- und Nachbesprechungen) und
  • schließlich zum Verfassen eigener Predigten

Sofern im Stadium der Begleitung klar ist, welche Schritte erwartet werden und welche nicht, werden in der Regel weder zu hohe Erwartungen geweckt noch sind Enttäuschungen vorprogrammiert.

Es hat sich erwiesen, dass es hilfreich ist, auch und gerade auf scheinbar äußerliche Aspekte des Prädikantendienstes gewissenhaft einzugehen: angemessenes kommunikatives und liturgisches Verhalten im Gottesdienstraum durch Körperhaltung, Bewegung, Gestik, Mimik und Sprache (Sprechtempo und Artikulation). Vertrauensvolle Offenheit im Ansprechen von Problemen sollte unbedingt vorab verabredet werden.

Rechtzeitig vor Beginn der Ausbildung wird Ihnen eine Übersicht über das Curriculum zugehen. Dieser Übersicht können Sie dann als Mentor/Mentorin genauer entnehmen, worauf in den Phasen der Ausbildung besonders zu achten ist. Außerdem bekommen Sie die Ablaufpläne der Basismodule vor jedem Modulwochenende zugesandt.

Bei Fragen können Sie sich jederzeit an den Landeskirchlichen Beauftragten für Prädikantenarbeit an der EH Freiburg, Herrn Dr. Dieter Splinter wenden.

Kontakt: dieter.splinter@ekiba.de, Tel. (0761) 478 12 – 742